OmaSextreffen
📖 Lesezeit: 4 Minuten · Kategorie: Erfahrungen

„Ich habe meine erste Oma getroffen – und es war besser als erwartet“

Thomas, 48, aus Berlin, hat sich nach langem Zögern registriert. Hier erzählt er, wie sein erstes Treffen mit Renate, 61, wirklich ablief.

Wie alles anfing

Anmerkung der Redaktion: Thomas hat uns seine Geschichte schriftlich erzählt. Namen und einzelne Details wurden geändert, der Ablauf entspricht seinem Bericht.

Ich war zwei Jahre geschieden, und ehrlich gesagt hatte ich vom normalen Online-Dating die Nase voll. Frauen in meinem Alter suchten entweder sofort eine neue Ehe oder schrieben drei Wochen lang, ohne sich je treffen zu wollen. Auf diese Seite bin ich durch Zufall gestoßen, über einen Forenthread. Mein erster Gedanke war: Das ist doch bestimmt Fake. Mein zweiter: Was habe ich zu verlieren? Die Registrierung war kostenlos, also habe ich ein Profil angelegt, ein normales Foto hochgeladen und in zwei Sätzen geschrieben, wer ich bin und was ich suche.

Die erste Nachricht

Nach vier Tagen habe ich Renate angeschrieben, 61, aus Charlottenburg. Ihr Profil hat mir gefallen, weil es keinen Kitsch enthielt: „Ich suche schöne Stunden ohne Verpflichtung. Diskretion setze ich voraus und biete sie auch.“ Ich habe ihr geschrieben, dass ich neu bin, dass mich ihre Klarheit anspricht und dass ich sie gern erst mal auf einen Kaffee treffen würde. Keine Anmache, keine Komplimente über ihren Körper.

Sie hat noch am selben Abend geantwortet. Wir haben eine Woche lang geschrieben, über dies und das, erst am sechsten Tag über das eigentliche Thema. Diese Schreibphase hat mir später sehr geholfen, weil ich schon wusste, wie sie tickt. Im Nachhinein weiß ich: Genau diese Geduld ist es, die sich die meisten Frauen wünschen. Das steht auch ziemlich genau in dem Artikel Auf was stehen Omas bei einem Sextreffen?, den ich damals gern vorher gelesen hätte.

Das erste Treffen

Getroffen haben wir uns an einem Dienstagnachmittag in einem Café am Kurfürstendamm. Ich war eine Viertelstunde zu früh da und saß herum wie ein Schuljunge vor dem ersten Date. Als sie reinkam, war meine erste Überraschung: Sie sah besser aus als auf ihren Fotos. Gepflegt, schlichtes Kleid, selbstsicherer Gang.

Erstes Kennenlernen bei einem Kaffee in einem ruhigen Berliner Café

Wir haben fast zwei Stunden geredet. Über ihre Scheidung, meine Arbeit, ihre Enkel, Reisen, über Gott und die Welt. Erst gegen Ende hat sie gefragt: „Und, hast du noch Lust?“ Ich hatte. Wir sind in ein Hotel zwei Straßen weiter, das sie vorgeschlagen hatte. Sie kannte das Prozedere, ich nicht, und sie hat das mit einer Ruhe gehandhabt, die mir jede Verlegenheit genommen hat.

Was mich überrascht hat

Drei Dinge. Erstens: Es gab keinen Moment, in dem sich etwas falsch oder billig angefühlt hat. Zweitens: Sie wusste genau, was sie wollte, und sie hat es gesagt. Ich musste nicht raten, und diese Klarheit war für mich völlig neu. Drittens: Danach sind wir noch eine Stunde liegen geblieben und haben geredet. Ich hatte erwartet, dass man sich danach schnell anzieht und verabschiedet. Stattdessen war es das entspannteste Date seit Jahren.

„Ich hätte nicht gedacht, dass so eine unkomplizierte Form von Nähe möglich ist. Man trifft sich, man hat eine schöne Zeit, und niemand will etwas vom anderen, außer genau das.“

Was daraus wurde

Wir treffen uns seit etwa vier Monaten, alle zwei bis drei Wochen. Es gibt keine Verpflichtungen, keine Eifersucht, keine Zukunftspläne. Wir schreiben zwischendurch, manchmal nur einen Satz. Mein Rat an alle, die zögern: Nehmt euch Zeit beim Schreiben, seid ehrlich und erwartet nichts. Dann kann es besser werden als erwartet.

Häufige Fragen zu dieser Geschichte

War Thomas bei seinem ersten Treffen nicht nervös?

Doch, sehr. Er beschreibt die Viertelstunde Warten im Café als den schwierigsten Teil des Tages. Die Gelassenheit seiner Verabredung hat die Nervosität dann schnell aufgelöst.

Gab es bei diesem Treffen eine Bezahlung?

Nein. Beide Seiten hatten vorab klargemacht, dass es um einvernehmliche Treffen ohne Geld geht. Thomas hat lediglich den Kaffee und das Hotelzimmer übernommen.

Treffen sich die beiden immer noch?

Nach seinem letzten Update ja, in einem lockeren Rhythmus von zwei bis drei Wochen. Beide betonen, dass daraus bewusst keine Beziehung werden soll.

Fazit der Redaktion

Thomas' Geschichte ist typisch für gelungene erste Treffen: langsame Kontaktaufnahme, ein öffentlicher Ort, keine überzogenen Erwartungen. Wenn du es ähnlich angehen willst, findest du hier aktive Omas in deiner Nähe und weitere Grundlagen im Sextreffen-Ratgeber. Für alle in der Hauptstadt lohnt sich auch unsere Übersicht der besten Cafés in Berlin für ein erstes Treffen.